|  ostseeküste  |  berolina

Login

Schwimmen mit Handicap - Maike Mau

Die junge Stralsunderin Maike Mau sitzt nach einem Motorradunfall vor 4 Jahren im Rollstuhl. Seit dem Unfall ist das Wasser ihr Element. Mehr noch: Inzwischen betreibt sie das Schwimmen professionell als Leistungssport. Das reha team ostseeküste unterstützt Maike bei ihrem Sport und im Alltag. Kurz nach dem wichtigsten Wettkampf des Jahres, der IDM Schwimmen in Berlin, haben wir sie um ein Interview gebeten:

 

rto: Maike, warum gerade Schwimmen?

M: Die Liebe zum Wasser und das Talent zum Schwimmen habe ich während eines Reha-Aufenthaltes entdeckt. Zudem bin ich durch meine Heimat Rügen ab frühester Kindheit sehr eng mit dem Wasser verbunden.

 

rto: Du verbringst sehr viel Zeit im Wasser und mit dem Training. Wie oft trainierst Du die Woche?

M: Acht Mal die Woche. 5 x im Wasser, 3 x an Land. Jeweils etwa 90 Minuten.

 

rto: Die IDM ist der wichtigste Wettkampf im Jahr. Wie oft hast Du schon daran teilgenommen und wie verlief die Vorbereitung?

M: Meine erste IDM war 2015 und seitdem habe ich es jedes Jahr wieder geschafft, mich dafür zu qualifizieren. Die IDM ist DAS Event des Jahres. Da möchte man natürlich genau zu dieser Zeitpunkt auf dem Höhepunkt seiner Leistungsfähigkeit sein. Grundsätzlich versuche ich immer während einer Wettkampfvorbereitung an meinen Schwächen zu arbeiten und technisch sauberer zu schwimmen.

 

rto: Wie verlief die IDM für Dich? Bist Du zufrieden?

M: Mh, ich hatte ziemliche Probleme mit meiner Spastik dieses Jahr und konnte dadurch nicht meine gewünschte Zeit schwimmen. So hatte ich Höhen und Tiefen an dem Wochenende. Es war ein anspruchsvolles Starterfeld: Insgesamt 52 Nationen und deren Nationalmannschaften. Highlight, war ganz klar Bronze auf den 100 m-Rücken. Und dazu soo viele tolle Fanmomente! Einfach klasse!

 

rto: Was sind Deine weiteren Ziele?

M: Generell möchte ich das Bestmögliche aus meinem Körper herausholen, um vielleicht irgendwann ganz oben Mitschwimmen zu können. Natürlich hat jeder Sportler Träume und Ziele und möchte am Ende einmal zu den Paralympics fahren. Genau diese Ziele treiben einen immer wieder an und liefern die nötige Motivation auf dem harten Weg: Nie den Mut bzw. Focus zu verlieren, denn "Erfolg ist kein Glück, sondern nur das Ergebnis von Blut, Schweiß und Tränen" – mein persönliches Motivationslied von Kontra K.

 

Bild Michael Bladt